Beleidigungen, Drohungen oder peinliche Bilder können sich online in Sekunden verbreiten – und Betroffene überall erreichen: zu Hause, in der Schule und rund um die Uhr.
Die aktuelle Studie „Cyberlife VI“ des Bündnisses gegen Cybermobbing (2026) bestätigt die anhaltende Dringlichkeit: 20,7 % der befragten Schülerinnen und Schüler waren bereits von Cybermobbing betroffen – hochgerechnet rund 2,4 Millionen junge Menschen. Die Studie zeigt zudem, dass die Folgen erheblich sein können, bis hin zu starken psychischen Belastungen und Suizidgedanken.
Cybermobbing umfasst unter anderem Beschimpfungen, Ausgrenzung, Gerüchte, Drohungen oder die Veröffentlichung persönlicher Bilder und Videos im Internet. Die Angriffe können jederzeit weitergehen, ein großes Publikum erreichen und sich nur schwer stoppen lassen. Viele Betroffene fühlen sich hilflos, verängstigt und allein. Die Folgen reichen von Rückzug, Schlafproblemen und Angstzuständen bis hin zu schweren psychischen Belastungen.
Wichtig ist: Niemand muss Cybermobbing allein bewältigen. Betroffene sollten verletzende Inhalte möglichst sichern, nicht mit Gegengewalt reagieren und sich frühzeitig einer vertrauten Person anvertrauen. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie pädagogische Fachkräfte können aufmerksam zuhören und Unterstützung vermitteln.
Wir unterstützen Menschen, die von Cybermobbing betroffen sind. Wir hören zu, nehmen Ihre Situation ernst und beraten vertraulich zu möglichen nächsten Schritten.